Ein dickes Märchenbuch
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Aussehen
Ein in Leder eingebundenes Maerchenbuch. Vorne drauf steht in grossen Lettern: Haensel und Gretel.
Informationen
| ⓘKann von einem Seher oder Alchemisten bestimmt werden, wenn keines gesetzt ist, wird Unbekannt angegeben. Nur der Alchemist kann bestimmen, welches Metall auch Gold, Silber, Quecksilber, Kupfer, Eisen, Zinn und Blei beinhaltet.Material: | Papier |
| ⓘKann von jedem bestimmt werden, eine genaue Anleitung (auch für Seher) nter Forschen im Inhaltsverzeichnis unter Gewicht. Generell gilt zu beachten, es gibt Gegenstände die stapeln, das Gewicht (damit Volumenverbrauch) bei stapelbaren Gegenständen verhält sich anders, je nach Menge.Gewicht: |
1 (sehr leicht) |
| ⓘKann von jedem bestimmt werden, eine genaue Anleitung unter Forschen im Inhaltsverzeichnis unter Licht.Licht: | 0 (leuchtet nicht) |
| ⓘKann von einem Alchemisten bestimmt werden, allerdings leitet sich die Brennbarkeit oft von dem gesetzten Material ab, z.b. Holz brennt, Textil brennt, Bein brennt nicht.Brennbar: | ja |
| ⓘKann von einem Alchemisten bestimmt werden, allerdings leitet sich die Schwimmbarkeit oft von dem gesetzten Material ab, z.b. Holz schwimmt, Textil schwimmt nicht, Bein schwimmt nicht.Schwimmt: | ja |
Fundort
Im Regal der Freihandbibliothek auf dem Campusgelände der Universität Stuttgart.
Inhalt
Das Märchen von Hänsel und Gretel.
Faksimile
Haensel und Gretel Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Buebchen hiess Haensel und das Maedchen Gretel. Er hatte wenig zu beissen und zu brechen, und einmal, als grosse Teuerung ins Land kam, konnte er das taegliche Brot nicht mehr schaffen. Wie er sich nun abends im Bette Gedanken machte und sich vor Sorgen herumwaelzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau: "Was soll aus uns werden ? Wie koennen wir unsere armen Kinder ernaehren da wir fuer uns selbst nichts mehr haben ?" "Weisst du was, Mann, antwortete die Frau, "wir wollen morgen in aller Fruehe die Kinder hinaus in den Wald fuehren, wo er am dicksten ist. Da machen wir ihnen ein Feuer an und geben jedem noch ein Stueckchen Brot, dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Haus, und wir sind sie los." "Nein, Frau", sagte der Mann, "das tue ich nicht; wie sollt ich's uebers Herz bringen, meine Kinder im Walde allein zu lassen ! Die wilden Tiere wuerden bald kommen und sie zerreissen." "Oh, du Narr", sagte sie, "dann muessen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter fuer die Saerge hobeln", und liess ihm keine Ruhe, bis er einwilligte. "Aber die armen Kinder dauern mich doch", sagte der Mann. Die zwei Kinder hatten vor Hunger auch nicht einschlafen koennen und hatten gehoert, was die Stiefmutter zum Vater gesagt hatte. Gretel weinte bittere Traenen und sprach zu Haensel: "Nun ist's um uns geschehen." "Still, Gretel", sprach Haensel, "graeme dich nicht, ich will uns schon helfen." Und als die Alten eingeschlafen waren, stand er auf, zog sein Roecklein an, machte die Untertuere auf und schlich sich hinaus. Da schien der Mond ganz hell, und die weissen Kieselsteine, die vor dem Haus lagen, glaenzten wie lauter Batzen. Haensel bueckte sich und steckte so viele in sein Rocktaeschlein, als nur hinein wollten. Dann ging er wieder zurueck, sprach zu Gretel: "Sei getrost, liebes Schwesterchen, und schlaf nur ruhig ein, Gott wird uns nicht verlassen", und legte sich wieder in sein Bett. Als der Tag anbrach, noch ehe die Sonne aufgegangen war, kam schon die Frau und weckte die beiden Kinder: "Steht auf, ihr Faulenzer, wir wollen in den Wald gehen und Holz holen." Dann gab sie jedem ein Stueckchen Brot und sprach: "Da habt ihr etwas fuer den Mittag, aber esst's nicht vorher auf, weiter kriegt ihr nichts." Gretel nahm das Brot unter die Schuerze, weil Haensel die Steine in der Tasche hatte. Danach machten sie sich alle zusammen auf den Weg nach dem Wald. Als sie ein Weilchen gegangen waren, stand Haensel still und guckte nach dem Haus zurueck und tat das wieder und immer wieder. Der Vater sprach: "Haensel, was guckst du da und bleibst zurueck, hab acht und vergiss deine Beine nicht!" "Ach, Vater", sagte Haensel, "ich sehe nach meinem weissen Kaetzchen, das sitzt oben auf dem Dach und will mir Ade sagen." Die Frau sprach: "Narr, das ist dein Kaetzchen nicht, das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint." Haensel aber hatte nicht nach dem Kaetzchen gesehen, sondern immer einen von den blanken Kieselsteinen aus seiner Tasche auf den Weg geworfen. Als sie mitten in den Wald gekommen waren, sprach der Vater: "Nun sammelt Holz, ihr Kinder, ich will ein Feuer anmachen, damit ihr nicht friert." Haensel und Gretel trugen Reisig zusammen, einen kleinen Berg hoch. Das Reisig ward angezuendet, und als die Flamme recht hoch brannte, sagte die Frau: "Nun legt euch ans Feuer, ihr Kinder, und ruht euch aus, wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir wieder und holen euch ab." Haensel und Gretel sassen um das Feuer, und als der Mittag kam, ass jedes sein Stuecklein Brot. Und weil sie die Schlaege der Holzaxt hoerten, so glaubten sie, ihr Vater waer' in der Naehe. Es war aber nicht die Holzaxt, es war ein Ast, den er an einen duerren Baum gebunden hatte und den der Wind hin und her schlug. Und als sie so lange gesessen hatten, fielen ihnen die Augen vor Muedigkeit zu, und sie schliefen fest ein. Als sie endlich erwachten, war es schon finstere Nacht. Gretel fing an zu weinen und sprach: "Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen ?" Haensel aber troestete sie: "Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden." Und als der volle Mond aufgestiegen war, so nahm Haensel sein Schwesterchern an der Hand und ging den Kieselsteinen nach, die schimmerten wie neugeschlagene Batzen und zeigten ihnen den Weg. Sie gingen die ganze Nacht hindurch und kamen bei anbrechendem Tag wieder zu ihres Vaters Haus. Sie klopften an die Tuer, und als die Frau aufmachte und sah, dass es Haensel und Gretel waren, sprach sie: "Ihr boesen Kinder, was habt ihr so lange im Walde geschlafen, wir haben geglaubt, ihr wollet gar nicht wiederkommen." Der Vater aber freute sich, denn es war ihm zu Herzen gegangen, dass er sie so allein zurueckgelassen hatte. Nicht lange danach war wieder Not in allen Ecken, und die Kinder hoerten, wie die Mutter nachts im Bette zu dem Vater sprach: "Alles ist wieder aufgezehrt, wir haben noch einen halben Laib Brot, hernach hat das Lied ein Ende. Die Kinder muessen fort, wir wollen sie tiefer in den Wald hineinfuehren, damit sie den Weg nicht wieder herausfinden; es ist sonst keine Rettung fuer uns." Dem Mann fiel's schwer aufs Herz, und er dachte: Es waere besser, dass du den letzten Bissen mit deinen Kindern teiltest. Aber die Frau hoerte auf nichts, was er sagte, schalt ihn und machte ihm Vorwuerfe. Wer A sagt, muss B sagen, und weil er das erstemal nachgegeben hatte, so musste er es auch zum zweitenmal. Die Kinder waren aber noch wach gewesen und hatten das Gespraech mitangehoert. Als die Alten schliefen, stand Haensel wieder auf, wollte hinaus und die Kieselsteine auflesen, wie das vorigemal; aber die Frau hatte die Tuer verschlossen, und Haensel konnte nicht heraus. Aber er troestete sein Schwesterchen und sprach: "Weine nicht, Gretel, und schlaf nur ruhig, der liebe Gott wird uns schon helfen." Am fruehen Morgen kam die Frau und holte die Kinder aus dem Bette. Sie erhielten ihr Stueckchen Brot, das war aber noch kleiner als das vorigemal. Auf dem Wege nach dem Wald broeckelte es Haensel in der Tasche, stand oft still und warf ein Broecklein auf die Erde. "Haensel, was stehst du und guckst dich um ?" sagte der Vater, "geh deiner Wege !" "Ich sehe nach meinem Taeubchen, das sitzt auf dem Dache und will mir Ade sagen", antwortete Haensel. "Narr", sagte die Frau, "das ist dein Taeubchen nicht, das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein oben scheint." Haensel aber warf nach und nach alle Broecklein auf den Weg. Die Frau fuehrte die Kinder noch tiefer in den Wald, wo sie ihr Lebtag noch nicht gewesen waren. Da ward wieder ein grosses Feuer angemacht, und die Mutter sagte: "Bleibt nur da sitzen, ihr Kinder, und wenn ihr muede seid, koennt ihr ein wenig schlafen. Wir gehen in den Wald und hauen Holz, und abends, wenn wir fertig sind, kommen wir und holen euch ab." Als es Mittag war, teilte Gretel ihr Brot mit Haensel, der sein Stueck auf den Weg gestreut hatte. Dann schliefen sie ein, und der Abend verging; aber niemand kam zu den armen Kindern. Sie erwachten erst in der finstern Nacht, und Haensel troestete sein Schwesterchen und sagte: "Wart nur, Gretel, bis der Mond aufgeht, dann werden wir die Brotbroecklein sehen, die ich ausgestreut habe, die zeigen uns den Weg nach Haus" Als der Mond kam, machten sie sich auf, aber sie fanden kein Broecklein mehr, denn die viel tausend Voegel, die im Walde und im Felde umherfliegen, die hatten sie weggepickt. Haensel sagte zu Gretel: "Wir werden den Weg schon finden." Aber sie fanden ihn nicht. Sie gingen die ganze Nacht und noch einen Tag von Morgen bis Abend, aber sie kamen aus dem Wald nicht heraus und waren so hungrig, denn sie hatten nichts als die paar Beeren, die auf der Erde standen. Und weil sie so muede waren, dass die Beine sie nicht mehr tragen wollten, so legten sie sich unter einen Baum und schliefen ein. Nun war's schon der dritte Morgen, dass sie ihres Vaters Haus verlassen hatten. Sie fingen wieder an zu gehen, aber sie gerieten immer tiefer in den Wald, und wenn nicht bald Hilfe kam, mussten sie verschmachten. Als es Mittag war, sahen sie ein schoenes, schneeweisses Voegelein auf einem Ast sitzen, das sang so schoen, dass sie stehen blieben und ihm zuhoerten. Und als es fertig war, schwang es seine Fluegel und flog vor ihnen her, und sie gingen ihm nach, bis sie zu einem Haeuschen gelangten, auf dessen Dach es sich setzte, und als sie ganz nahe herankamen, so sahen sie, dass das Haeuslein aus Brot gebaut war und mit Kuchen gedeckt; aber die Fenster waren von hellem Zucker. "Da wollen wir uns dranmachen", sprach Haensel, "und eine gesegnete Mahlzeit halten. Ich will ein Stueck vom Dach essen, Gretel, du kannst vom Fenster essen, das schmeckt suess." Haensel reichte in die Hoehe und brach sich ein wenig vom Dach ab, um zu versuchen, wie es schmeckte, und Gretel stellte sich an die Scheiben und knupperte daran. Da rief eine feine Stimme aus der Stube heraus: "Knupper, knupper, Kneischen, Wer knuppert an meinem Haeuschen ?" Die Kinder antworteten: "Der Wind, der Wind, Das himmlische Kind", und assen weiter, ohne sich irre machen zu lassen. Haensel, dem das Dach sehr gut schmeckte, riss sich ein grosses Stueck davon herunter, und Gretel stiess eine ganze runde Fensterscheibe heraus, setzte sich nieder und tat sich wohl damit. Da ging auf einmal die Tuere auf, und eine steinalte Frau, die sich auf eine Kruecke stuetzte, kam herausgeschlichen. Haensel und Gretel erschraken so gewaltig, dass sie fallen liessen, was sie in den Haenden hielten. Die Alte aber wackelte mit dem Kopfe und sprach: "Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht ? Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid." Sie fasste beide an der Hand und fuehrte sie in ihr Haeuschen. Da ward ein gutes Essen aufgetragen, Milch und Pfannkuchen mit Zucker, Aepfel und Nuesse. Hernach wurden zwei schoene Bettlein weiss gedeckt, und Haensel und Gretel legten sich hinein und meinten, sie waeren im Himmel. Die Alte hatte sich nur freundlich angestellt, sie war aber eine boese Hexe, die den Kindern auflauerte, und hatte das Brothaeuslein bloss gebaut, um sie herbeizulocken. Wenn eins in ihre Gewalt kam, so machte sie es tot, kochte es und ass es, und das war ihr ein Festtag. Die Hexen haben rote Augen und koennen nicht weit sehen, aber sie haben eine feine Witterung wie die Tiere und merken's, wenn Menschen herankommen. Als Haensel und Gretel in ihre Naehe kamen, da lachte sie boshaft und sprach hoehnisch: "Die habe ich, die sollen mir nicht wieder entwischen !" Frueh morgens, ehe die Kinder erwacht waren, stand sie schon auf, und als sie beide so lieblich ruhen sah, mit den vollen roten Backen, so murmelte sie vor sich hin: "Das wird ein guter Bissen werden." Da packte sie Haensel mit ihrer duerren Hand und trug ihn in einen kleinen Stall und sperrte ihn mit einer Gittertuere ein. Er mochte schrein, wie er wollte, es half ihm nichts. Dann ging sie zur Gretel, ruettelte sie wach und rief: "Steh auf, Faulenzerin, trag Wasser und koch deinem Bruder etwas Gutes, der sitzt draussen im Stall und soll fett werden. Wenn er fett ist, so will ich ihn essen." Gretel fing an bitterlich zu weinen; aber es war alles vergeblich, sie musste tun, was die boese Hexe verlangte. Nun ward dem armen Haensel das beste Essen gekocht, aber Gretel bekam nichts als Krebsschalen. Jeden Morgen schlich die Alte zu dem Staellchen und rief: "Haensel, streck deine Finger heraus, damit ich fuehle, ob du bald fett bist." Haensel streckte ihr aber ein Knoechlein heraus, und die Alte, die truebe Augen hatte, konnte es nicht sehen und meinte, es waeren Haensels Finger, und verwunderte sich, dass er gar nicht fett werden wollte. Als vier Wochen herum waren und Haensel immer mager blieb, da ueberkam sie die Ungeduld, und sie wollte nicht laenger warten. "Heda, Gretel", rief sie dem Maedchen zu, "sei flink und trag Wasser ! Haensel mag fett oder mager sein, morgen will ich ihn schlachten und kochen." Ach, wie jammerte das arme Schwesterchen, als es das Wasser tragen musste, und wie flossen ihm die Traenen ueber die Backen herunter Tiere im Wald gefressen, so waeren wir doch zusammen gestorben !" "Spar nur dein Geplaerre", sagte die Alte, "es hilft dir alles nichts." Frueh morgens musste Gretel heraus, den Kessel mit Wasser aufhaengen und Feuer anzuenden. "Erst wollen wir backen" sagte die Alte, "ich habe den Backofen schon eingeheizt und den Teig geknetet." Sie stiess das arme Gretel hinaus zu dem Backofen, aus dem die Feuerflammen schon herausschlugen "Kriech hinein", sagte die Hexe, "und sieh zu, ob recht eingeheizt ist, damit wir das Brot hineinschieben koennen" Und wenn Gretel darin war, wollte sie den Ofen zumachen und Gretel sollte darin braten, und dann wollte sie's aufessen. Aber Gretel merkte, was sie im Sinn hatte, und sprach "Ich weiss nicht, wie ich's machen soll; wie komm ich da hinein ?" "Dumme Gans", sagte die Alte, "die Oeffnung ist gross genug, siehst du wohl, ich koennte selbst hinein", krabbelte heran und steckte den Kopf in den Backofen. Da gab ihr Gretel einen Stoss, dass sie weit hineinfuhr, machte die eiserne Tuer zu und schob den Riegel vor. Hu ! Da fing sie an zu heulen, ganz grauselich; aber Gretel lief fort, und die gottlose Hexe musste elendiglich verbrennen. Gretel aber lief schnurstracks zum Haensel, oeffnete sein Staellchen und rief: "Haensel, wir sind erloest, die alte Hexe ist tot " Da sprang Haensel heraus wie ein Vogel aus dem Kaefig, wenn ihm die Tuere aufgemacht wird. Wie haben sie sich gefreut sind sich um den Hals gefallen, sind herumgesprungen und haben sich gekuesst ! Und weil sie sich nicht mehr zu fuerchten brauchten, so gingen sie in das Haus der Hexe hinein. Da standen in allen Ecken Kasten mit Perlen und Edelsteinen. "Die sind noch besser als Kieselsteine", sagte Haensel und steckte in seine Taschen, was hinein wollte. Und Gretel sagte" Ich will auch etwas mit nach Haus bringen", und fuellte sein Schuerzchen voll. "Aber jetzt wollen wir fort", sagte Haensel, "damit wir aus dem Hexenwald herauskommen." Als sie aber ein paar Stunden gegangen waren, gelangten sie an ein grosses Wasser. "Wir koennen nicht hinueber", sprach Haensel, "ich seh keinen Steg und keine Bruecke." "Hier faehrt auch kein Schiffchen", antwortete Gretel, "aber da schwimmt eine weisse Ente, wenn ich die bitte, so hilft sie uns hinueber." Da rief sie: "Entchen, Entchen, Da steht Gretel und Haensel. Kein Steg und keine Bruecke, Nimm uns auf deinen weissen Ruecken." Das Entchen kam auch heran, und Haensel setzte sich auf und bat sein Schwesterchen, sich zu ihm zu setzen. "Nein", antwortete Gretel, "es wird dem Entchen zu schwer, es soll uns nacheinander hinueberbringen." Das tat das gute Tierchen, und als sie gluecklich drueben waren und ein Weilchen fortgingen, da kam ihnen der Wald immer bekannter und immer bekannter vor, und endlich erblickten sie von weitem ihres Vaters Haus. Da fingen sie an zu laufen, stuerzten in die Stube hinein und fielen ihrem Vater um den Hals. Der Mann hatte keine frohe Stunde gehabt, seitdem er die Kinder im Walde gelassen hatte, die Frau aber war gestorben. Gretel schuettelte sein Schuerzchen aus, dass die Perlen und Edelsteine in der Stube herumsprangen, und Haensel warf eine Handvoll nach der andern aus seiner Tasche dazu. Da hatten alle Sorgen ein Ende, und sie lebten in lauter Freude zusammen. Mein Maerchen ist aus, dort lauft eine Maus, wer sie faengt, darf sich eine grosse Pelzkappe daraus machen.